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Picasso beim Stierkampf

Am 7. August 1966 gelang es dem Fotografen Hubertus Hierl im südfranzösischen Fréjus 100 Porträtaufnahmen von Pablo Picasso zu machen - die umfassendste und zugleich auch letzte ausführliche Dokumentation Picassos in der Öffentlichkeit. Keinem anderen Fotografen gelang es, eine so dichte Folge von Life-Fotografien von Picasso aufzunehmen. Die Fotografien zeigen Picasso in einem Umfeld, dessen Thematik ihn Zeit seines Lebens beschäftigte: dem Stierkampf. Es kommt auf den Bildern zum Ausdruck, wie Picasso mit den Akteuren mitlebt und mitfühlt und von dem Geschehen zutiefst ergriffen ist.

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Marcel Marceau - Kunst der Stille

Marcel Marceau – eine Legende bereits zu Lebzeiten. Er war einzigartig und sein Name steht für die Kunst der Pantomime. Anlässlich eines Auftritts in Regensburg im Sommer 1967 gibt Marcel Marceau dem Fotografen Hubertus Hierl die Gelegenheit, ihn aus allernächster Nähe zu fotogra eren. „Sie haben drei Minuten Zeit“, sagt er und gibt dem Fotografen ganz schnell eine Sondervorstellung. Nach diesen paar Minuten sind zwei Filme belichtet mit Momentaufnahmen aus seinem reichen Repertoire. Die Gunst der Stunde: Der Fotograf Hubertus Hierl ist Marcel Marceau ganz nah mit seiner Kamera, mittendrin im Geschehen und kann so Marcel Marceau aus allernächster Nähe beobachten und im Bild festhalten. Eine weitere Bilderserie entsteht nach der Vorstellung, als Marcel Marceu Autogramme gibt. Diese Folge wird hier in voller Länge gezeigt – sagt sie doch viel über den Menschen Marcel Marceau aus.

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Arbeitet, lernt und lebt sozialistisch!

1960 ist der 19-jährige Gymnasiast Teilnehmer einer Klassenfahrt nach Berlin. Ihm bietet sich die Gelegenheit, am 1. Mai bei der großen Maidemonstration in Ost-Berlin mit seiner Leica dabei zu sein. Dabei entstehen beeindruckende Aufnahmen. Namensgebend für diese Dokumentation ist das Foto einer Gruppe von Männern und Frauen, die ein Transparent mit der Parole tragen: Arbeitet, lernt und lebt sozialistisch!

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Im Land der Griechen (1962)

Im September 1962 fährt der Student Hubertus Hierl mit dem Zug von München aus nach Griechenland. Fünf Wochen ist er im Land unterwegs. Von Thessaloniki im Norden reist er per Bahn, Bus, Schi und Anhalter bis Mykonos und Delos. In der Reisetasche nur das Allernotwendigste, in der Fototasche die Leica und eine Anzahl Filme. Während dieser Reise entstehen Bilder in stillen Gassen, lärmenden Markthallen, antiken Ausgrabungsstätten und üppigen Olivenhainen. Die Vorliebe des Foto-grafen gilt jedoch den Menschen in diesem Land, das damals noch zu den ärmsten Ländern in Europa zählte. Zugleich zeigen die Bilder auch ein Griechenland, wie es heute so nicht mehr existiert. Die unvermutete, wie mit einer bewegten Filmkamera im Vorübergehen festgehaltene Lebensschönheit macht die fotogra sche Kunst von Hubertus Hierl unmittelbar verständlich und zugleich so konsequent modern, dass sie zeitlos gültig ist.