1966 entdeckt der junge Fotograf Hubertus Hierl den über achtzigjährigen Picasso zufällig in der Zuschauermenge der Stierkampfarena von Frejus in Südfrankreich. Gut gelaunt erlaubt Picasso, Aufnahmen zu machen, und vergisst dann den Fotografen. Er posiert nicht, sondern verfolgt mit wachem, angespanntem Blick und weit aufgerissenen Augen das Geschehen.
Es kommt es zu einer Bildfolge von seltener Spannung. In filmischer Unmittelbarkeit zeigen diese Bilder die Hingabe einer eigentlich unnahbar gewordenen Kultfigur des 20. Jahrhunderts an eine ganz eigene Welt.
„ ... ein edel überschwänglicher Bildband ... Picasso verfolgt nicht nur die mystische Tragödie einer corrida, sondern zugleich eines der zentralen Bild-Motive seines eigenen Werkes. Das erhöht diese Photographien zu einem Intertext der Kunstgeschichte.” (Ijoma Mangold, Süddeutsche Zeitung, 2. 11. 2002)
„Diese Bilder erzählen Geschichten, sie zeigen Erwartung, Spannung, Triumph und Angst. Emotionen, die sich in das Gesicht des 85-jährigen eindrucksvoll einschreiben. Unzählige Male hat der Maler die Corrida in Bildern, Zeichnungen und Grafiken dargestellt. Diesmal steht er selbst im Mittelpunkt des dramatischen Geschehens. Die Nuancen, die das Gesicht des alten Mannes preisgibt, sind ein einzigartiges Dokument der Erregung. Bestechend schöne Aufnahmen, eine atemberaubende Bildfolge, eine echte Entdeckung!“ Financial Times Deutschland
„Ungewöhnliche Schnappschüsse von seltener Intimität gelangen dem Fotografen Hubertus Hierl am 6. August 1966 in Südfrankreich. Pablo Picasso, damals 85-jährig, besuchte mit seiner Frau Jacqueline Roque einen Stierkampf. Der junge Fotograf bittet um die Erlaubnis, ihn fotografieren zu dürfen, Picasso willigt ein - und vergisst es gleich wieder. So gelingem Hierl Bilder von unglaublicher Authentizität.” (3-sat)