Berlin, August 1967. Grenzübergang Checkpoint Charlie. Ein geradezu friedliches Bild. Amerikanische GIs – gelangweilt auf ihrem Posten an der Berliner Mauer.
Der Schein trügt. So friedlich und zum Gähnen langweilig ging es hier nicht immer zu an dieser Sektoren-Grenze. So standen sich – wenige Wochen nach dem Mauerbau – am 27. Oktober 1961 – sowjetische und amerikanische Panzer „Auge in Auge“ gegenüber. Damals ging es noch einmal friedlich ab.
Nicht so friedlich ging es hier ab bei mehreren Fluchtversuchen. Besonders tragisch war der Tod des 18jährigen Schülers Peter Fechter, der am 17. August 1962 bei einem Fluchtversuch über die Mauer von DDR-Grenzposten niedergeschossen wurde. Eine dreiviertel Stunde blieb er schwerverletzt an der Mauer liegen, ohne dass ihm geholfen wurde. Erst danach transportierten ihn DDR-Grenzposten ab. Die Nachrichtenagentur der DDR (ADN) meldete wenige Stunden später, der „Verbrecher“ sei in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Text und Foto: Hubertus Hierl