Burghausen, Haus der Photographie, 2003. Wer ist jener ältere Herr mit Hut zwischen den beiden Musikern, der gerade mit seiner Leica ein Motiv im Visier hat. Es ist René Burri, einer der international bedeutendsten Fotografen unserer Zeit und zugleich eine der großen Photolegenden des 20. Jahrhunderts. Es ist gerade die Ausstellungseröffnung mit seinen Bildern „Die Deutschen“. Die beiden Musiker haben sich ein Outfit zugelegt ganz im Stil der 50er Jahre.
Ich erinnere mich noch gut, wie ich zum ersten Mal Arbeiten von René Burri gesehen habe. Ich kam gerade von meiner Griechenlandreise zurück (Oktober 1962). Auf dem Münchner Hauptbahnhof kaufte ich mir von meinem letzten Geld die Zeitschrift „Leica-Fotografie“. Wer wurde in dem Heft als „Meister der Leica“ vorgestellt? Es war René Burri.

René Burri hielt während seiner Fotografen-Laufbahn zahlreiche historische Schlüsselmomente ebenso fest wie den Alltag in Ländern wie Brasilien, China, Palästina, Vietnam und Deutschland. Seine Porträts von prägenden Personen wie Pablo Picasso, Winston Churchill, Ernesto Che Guevara, Muhammad Anwar as-Sadat, Le Corbusier und Alberto Giacometti zählen zu den Bild-Ikonen des 20. Jahrhunderts.

Wer ist René Burri? 1933 in Zürich geboren ist seit 1959 Mitglied der Agentur MAGNUM, für sie ist er unterwegs zu den Schauplätzen des Weltgeschehens. Sein sicherlich bekanntestes Bild ist jenes Portrait des Zigarre rauchenden Che Guevara (1963). Das Bild ist zu einer Ikone geworden und machte René Burri weltberühmt. Zu weiteren bekannten Persönlichkeiten, die René Burri portraitiert hat, gehören Pablo Picasso oder Le Courbusier.

René Burris großes Thema sind die Menschen, die er überall auf der Welt im Bild mit seiner eigenen unverwechselbaren Handschrift festgehalten hat.

Foto und Text: Hubertus Hierl